4. Unser tägliches Brot

Das Brot und die Brötchen …

die man heutzutage so kauft … schmecken nur noch nach Luft und Kruste, werden sehr schnell hart und ungenießbar und vor allem: sie machen nicht wirklich satt. Geht es Ihnen genauso?

Aus diesen Gründen habe ich schon vor Jahren angefangen, mit dem Brotbacken zu experimentieren. Zuerst mit einem Brotbackautomaten, weil Brotbacken „ja sooooooo kompliziert ist“.

Aber ich kam mit dem Gerät nicht mehr klar, als ich Vollkornmehl aus der eigenen Mühle verarbeiten wollte. Und wenn ich mir schon die Mühe mache, das Brot selbst zu backen, sollte es dann auch gesünder, besser und bekömmlicher (auch für die Figur!!) sein, als das fertig gekaufte.

Die Brotrezepte aus dem Hobbythekbuch „Darm und Po“ von Jean Pütz waren jahrelang die Grundlage meiner Brotbackstube.

Nachdem hier bei uns beide Spinnradfilialen schlossen, brauchte ich eine neue Quelle für meine Brotzutaten: bis auf den Weizenkleber (Gluten) konnte ich das Rezept auf einfache, in jedem Bioladen erhältliche Materialien umstellen. Diesen Kleber hole ich seither im Mühlenladen der Schapfenmühle in Ulm/Jungingen.

Auch den Sauerteig nach Jean Pütz, der über mehrere Tage entsteht, konnte ich ersetzen: ich nehme jetzt 150g Roggenmehl und 300g Dinkelmehl (beides direkt selbst gemahlen) und setze es mit so viel Wasser an, dass es gut durchfeuchtet ist und nicht mehr aufnehmen kann.

Diese Mischung decke ich ab und lasse sie über Nacht in der Küche stehen. Durch diese Gärung wird das Vollkornmehl sehr bekömmlich und das Brot sehr schön feucht innen und knusprig außen.

Am nächsten Tag werden 2 Tütchen Hefe in warmem Wasser aufgelöst und wenn sich Schaum gebildet hat, zur Mehl-Wassermischung gegeben. Das ganze wird dann mit 30g Weizenkleber, fertig gekauftem Vollkornmehl und auch etwas weißem Mehl, 100g Sonnenblumenkernen, 50g Sesam, 50g Leinsamen, 30g Salz und einer Prise Zucker zu einem klebrigen Teig verknetet. Dieser muss dann 1 Stunde abgedeckt gehen und wird dann, möglichst ohne die entstandene luftige Struktur zu zerstören, in die Backformen gefüllt. Hier geht der Teig noch einmal mindestens 1 Stunde – aber je länger desto besser!! Falls der Teig droht, aus der Form herauszuwachsen, einfach kurz dagegenklopfen, dann sinkt er wieder ab.

Ich backe dann das Brot im auf 240 Grad vorgeheizten Backofen ca 30 Min. Eine Schale mit Wasser im Ofen unterstützt den Backvorgang.

Das ist doch alles gar nicht „sooooo kompliziert“, oder?? Und schmecken tut dieses Brot …
Guten Appetit!!

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